1. Vorgeschichte
1.1 Die vereinigte Erde(2050-2151)

Die Entwicklung der Menschheit schritt im 21. Jh. Schnell voran. In den Bereichen der Klon- und Genforschung wurden neue Entdeckungen gemacht, ebenso in der Computer-, Waffen-, und Weltraumtechnik. Gesellschaftlich hatte sich seit dem 20. Jh. jedoch nur wenig verändert, die Welt war unterteilt in unzählige Staaten in denen fast jeden Menschen die Anhäufung von Geld vorantrieb. Mitte des 21. Jh. sollten sich jedoch die Spannungen
zwischen den Regierungen erneut in einem weltweiten Krieg entladen. Der 3.Weltkrieg stellte alle vorausgegangenen Konflikte des kleinen Planeten in den Schatten. Die primitive Kultur der Menschheit bombte sich wie so oft erneut in die Steinzeit zurück. Schließlich einigte man sich im Jahre 2060 endlich auf den von der Bevölkerung lang ersehnten Frieden.
Die meisten großen Städte waren zerstört oder vom Einsatz nuklearer Waffen verstrahlt, 700 Millionen Tote. In einem kleinen Dorf auf der nördlichen Halbkugel sollte jedoch ein genialer Wissenschaftler die ersten Schritte auf dem Weg in eine neu Zukunft gestalten.
Am 5. April 2063 stellte Zefram Cochrane mit dem ersten Überlichtflug in der Phoenix den Erstkontakt der Menschheit zum klingonischen Imperium her. Die Klingonen hatten die Erde bereits seit einigen Jahrzehnten beobachtet und hatten den Kampfgeist einzelner Soldaten als ehrenhaft empfunden. Die Kriegsführung der Staaten erkannten sie aber als feige und hinterhältig, sodass sie kein Interesse an der Erde während des 3.Weltkrieges zeigten.
Doch nun trafen sie auf eine Kultur, die begann, die Fehler ihrer Vergangenheit zu erkennen und gewillt war, in eine neue Ära aufzubrechen.
Cochrane, seines Zeichens Alkoholiker und starker Verfechter klassischer Musik, schuf schon in den ersten Momenten des historischen Treffens von Mensch und Klingonen eine kulturelle Brücke. Die eine Seite fand Gefallen an Blutwein und klingonischer Oper, während die Besatzung der T'Khlosh sich durchaus mit Tequila und Mozart anfreunden konnte.
Die folgenden 5 Jahrzehnte legten die Grundlage für die Union der Planeten, wie wir sie heute kennen. Erstmals schafften es die Menschen über die Grenzen einzelner Staaten hinauszusehen und bildeten 2120 den "Vereinigten Föderalen Planeten Erde"(UFE), in der Akzeptant, Individualität und gemeinsame Stärke als wichtige Grundsätze dargestellt wurden. Man achtete ebenso darauf, eine Aufrechterhaltung unterschiedlicher Kulturen beizubehalten.
In dieser Zeit kam es auch zu den ersten Weltraumkolonisationsprojekten, beispielsweise
dem Terraformen des Mars mit anschließender Besiedelung 2123. Außerdem wurden Handelsrouten zum damaligen klingonischen Imperium eingerichtet, Informationen ausgetauscht, weitere Spezies entdeckt, wie zum Beispiel die Denobulaner, zu denen auch bald freundlichschaftliche Beziehungen aufgenommen wurden. Doch lief nicht jeder Erstkontakt so vielversprechend wie mit den Klingonen oder
Denobulanern. 2151 traf das Raumschiff Enterprise unter Jonathan Archer auf ein Schiff der T'Khasi. Die Klingonen führten zu dieser Zeit bereits seit einigen Jahren kleinere Scharmützel gegen diese meist im Hintergrund arbeitende Spezies.

1.2 Das klingonische Imperium(ca. 2000 v.u.Z.-2063)
Vor ungefähr 1500 Jahren einigte Kahless der Unvergessliche das klingonische Volk auf Qo'nos. Seit diesen Tagen wurde das klingonische Imperium vom ehrenvollen Hohen Rat
regiert, angeführt vom Kanzler. Der Kanzler wurde immer vom derzeit angesehensten und ehrenvollsten Klingonen besetzt, meist waren diese auch "Dahar-Meister" und "Held des klingonischen Volkes". Forschung und Medizin spielten seither in der klingonischen Gesellschaft eine untergeordnete Rolle, was der Tatsache zu verdanken ist, dass der Tod in der Schlacht nach altem Sittenrecht als ehrenhaft angesehen wird und der Kampf mit traditionellen Waffen den Stolz eines jeden Kriegers verkörpert.
Als vereintes Volk gelangte es den Klingonen zu Beginn des 21. Jh. dennoch, den Warpantrieb zu entwickeln, und mit der Eroberung des Weltraums zu beginnen. Den ältesten und ehrenvollsten Familien wurde das Recht zugesprochen, eigene Kolonien
zu gründen. 2012 wurde schließlich der Erstkontakt zu einer anderen Kriegerkultur hergestellt, den Chalnoth. Man erkannte sofort Ähnlichkeiten der der Lebensweisen und
nach nur 2 Jahren schloss sich Chalna dem klingonischen Imperium an. Seite an Seite führten die von Außenstehenden oft als barbarisch und wild angesehenen Krieger Streif- und Eroberungszüge in der Galaxie durch. Sie stellten Handelsbeziehungen und nähere Kontakte meist nur zu Rassen her, die sie als ehrenhaft, mutig oder stark empfanden, so zum Beispiel die Andorianer (2043) und die Nausicaaner(2055). 2063 stellte das klingonische Imperium schließlich Beziehungen mit den Menschen her. Die Bekanntschaft zu den T'Khasi sollte jedoch gänzlich anders entstehen.

1.3 Die Söhne Suraks(ca. 1000 v.u.Z.- 2083)

Die Kultur der T'Khasi war in früherer Zeit von Barbarei und Wildheit geprägt, die wohl fast der der Klingonen geglichen haben muß. Unzählige Stämme griffen sich wieder und wieder hinterhältig, versteckt oder mit grausamer Brutalität gegenseitig an, eine Weiterentwicklung schien nicht in Sicht zu sein.
Ein Mann sollte jedoch einen Wechsel bewirken. Ein T'Khasi namens Surak stieg zu einem mächtigen Stammesführer auf und soll es innerhalb weniger Jahrzehnte geschafft haben, einen Großteil der Stämme des nördlichen Kontinents zu vernichten oder als Bundesgenossen an sich zu binden. Seine politischen und religiösen Lehren leiteten eine Wende im Denken der T'Khasikultur ein. Man einigte sich darauf, die Barbarei und ungestüme, willkürliche Grausamkeit aufzugeben, mit dem Ziel,
eines Tages den heißen und wenig fruchtbaren Planeten verlassen zu können. Fast 2000 Jahre später war die Einigkeit des Planeten zwar wieder fast vergessen, nicht jedoch die geordneten Strukturen und die alte Zielsetzung. Auf Grund des Fehlens von Dilizium konnte auf dem Planeten T'Khasi kein Warpantrieb entwickelt werden.
Dennoch besaß diese Spezies im 21. Jh. eine beeindruckend Waffentechnik von plasmabasierten Torpedos und hatte fast ihr gesamtes Sonnensystem kolonialisiert. Ausgerechnet ein klingonisches Schiff sollte ihren interstellaren Aufstieg einleiten. 2079 wurde die IKS K'otshom von den T'Khasi mit Hilfe einer Falle aus dem Hinterhalt heraus abgeschossen. Die Ladung Dilizium des Frachters reichte der führenden T'Khasimacht Tosalan aus, um drei Schiffe mit einem Warpantrieb auszurüsten und mit ihnen sämtliche feindlich gesinnten T'Khasistämme auszulöschen oder zu unterwerfen, was schließlich innerhalb von 2 Jahren eine Einigkeit des Planeten herstellte,
dessen Bevölkerung sich von nun an als "Söhne Suraks" bezeichnete. Durch den Bau riesiger Tiefenraumsensoren hatten die T'Khasi einen nahe liegenden Planeten mit Diliziumvorkommen entdeckt: Andoria 3. Der neu gegründete Senat, ein Ältestenrat der führenden Familien, beschloß die erforschten Ressourcen umgehend mit allen Mitteln zu beschaffen, "um die Existenz des T'Khasi-Volkes weiterhin gewährleisten zu können". Man rief also die stärksten Krieger zusammen und entsandte sie 2082 nach Andoria, wo sie 2083 ankamen.

1.3.1 Der Andoriakonflikt- Gründung der T'Khasi-Allianz(2083- 2090)
Den Klingonen war das aggressive Treiben der T'Khasi natürlich nicht entgangen. Mit nur begrenzter Zustimmung des andorianischen Oberkommandos stationierte die klingonische Verteidigungsarmee 23000 Truppen auf dem kalten Eisplaneten.
Die Andorianer betrachteten diese Hilfe als unnütz, da die Klingonen auf Grund der klimatischen Bedingungen geschwächt waren und die Andorianer ihrerseits selbst ein stolzes Kriegervolk waren. Diese Reibereien der Bündnispartner nutzten die T'Khasi aus. Im geheimen schickten sie verdeckte Zenturios in ihre Lager, töteten heimtückisch verschiedene Offiziere auf beiden Seiten,
die sie dann teilweise durch eigene Agenten ersetzten. Außerdem erklärte man den Andorianern auch nicht offen den Krieg, sodass 2088, nach zahlreichen Auseinandersetzungen und Streitereien ein Aufstand entbrannte, in dem alle klingonischen Krieger getötet oder hingerichtet wurden. In Folge dessen forderte der Hohe Rat Vergeltung für die erhaltene Schmach. 2090 erreichte eine klingonische Flotte Andoria, mit dem Ziel der Eroberung und anschließenden Eingliederung des Planeten in das klingonische Imperium. Die T'Khasi hatten jedoch bereits zusammen mit den Andorianern ihrerseits eine Flotte errichtet,
bestückt mit Plasmawaffen und Sensorenstörern. Unter dem Zeichen des T'Khasi-Allianz Adlers wurde die klingonische Flotte trotz erbitterten Widerstands vernichtend geschlagen. Danach zog sich das Imperium vorerst aus dem Sektor zurück. Um ein Gegengewicht zur Allianz zu schaffen nahm das Imperium in den folgenden Jahrzehnten Kontakt zu vielen Kulturen auf, doch sollten auch die T'Khasi nicht ruhen.

2. Die Union der Planeten- Hoffnung zweier Quadranten(2161-2200)
Die Union der Planeten wurde 2161 nach dem ersten T'Khasi-Krieg gegründet. Dieser war von der Allianz ausgelöst worden, als 2155 eine versteckte Flotte mit primitiven Nuklearwaffen Florida bombardiert hatte. Gemeinsam mit den verbündeten Klingonen und Tellariten vernichtete man die Aggressoren und
handelte einen brüchigen Waffenstillstand aus, welcher das Gebiet zwischen Erde, Andoria und T'Khasi zur entmilitarisierten Zone erklärte. Er sollte noch 250 Jahre mehr schlecht als recht bestehen bleiben. Gründungsmitglieder der Union waren die Menschen, Klingonen, Betazoiden, Tellariten und die Denobulaner. In den folgenden Jahren wurden weitere umliegende Welten von den neuen Idealen der Toleranz, Freiheit, Gleichheit, Stärke und kultureller Vielfalt überzeugt und so beinhaltete die Union Mitte des 23. Jh. mehr als 100 Planeten mit ca. 25 unterschiedlichen Kulturen (Bolianer, Benziten, Zakdorn, Trill, Mizarianer u.a.). Dominanteste Spezies sollten jedoch weiterhin die Klingonen und die Menschen sein, welche wohl gerade wegen ihrer großen Unterschiede dieses starke Bündnis
hervorgebracht hatten. Während der ersten Jahrzehnte nach der Gründung der Union behielten aber noch einige Völker einen Großteil ihrer Souveränität. Besonders die Klingonen bestanden weiterhin auf der Existenz eines unabhängigen klingonischen Imperiums, sodass sie trotz allem erst 2293 mit Abschluß der Khitomerkonferenz wirtschaftlich und militärisch integriert wurden. In den folgenden Ausführungen werden sie trotzdem immer als zur Union gehörig betrachtet. Die meisten anderen Spezies traten allerdings schon mit Gründung des Unionsrats 2188 der Union bei. Der Unionsrat bildet noch heute die Regierung der Union. Basierend auf dem klingonischen Hohen Rat setzt er sich aus den Vertretern eines jeden "Hauses" zusammen. Als "Haus" gilt hierbei jede Kultur der Union, es gibt also beispielsweise ein "Haus von Bolarus" oder das "Haus von Betazed". Die Klingonen werden vom Kanzler des noch immer bestehenden Hohen Rates repräsentiert, während die Cardassianer vom obersten Legaten des Detapa Rates vertreten werden. Jede Spezies hat hierbei gleiches Wahlrecht, außerdem kann mit Hilfe der Subraumkommunikations- netzwerke jeder Bürger die Tagungen des Rats mitverfolgen und nach eingehender Prüfung eigene Vorschläge einbringen. Somit erhält ein jedes Individuum das Recht an der Regierung teilzunehmen.

3. Aufbruch ins 23. Jahrhundert 3.1
Die 5 Jahres Missionen (2200-2270)
Um die Ideale der Union zu verbreiten, neue Lebensformen und Kulturen kennenzulernen und weitere Ressourcen zu erschließen begann man im 23. Jahrhundert mit der Einrichtung der sogenannten "5Jahres Missionen". In alle Richtungen der Galaxie entsandte man also Schiffe der Constitution und D7 Klasse, da dies die am weitesten entwickelten Schiffe der Sternenflotte waren. Die wichtigsten Personen in diesem Zusammenhang sind wohl Captain James Tiberius Kirk und Captain Kang. Sie stellten den Erstkontakt der Gorn Hegemonie,dem Metron Konsortium, der Tholianischen Versammlung,den Tribbles und vielen anderen Kulturen
und einmaligen freundlich oder feindlich gesinnten Lebensformen her. Wichtig zu nennen sind hierbei auch die Organianer, eine übernatürliche Lebensform, die einen zwanghaften, aber nur kurz andauernden Freundschaftsvertrag zwischen Union und T'Khasi-Allianz insLeben riefen und damit die Doppelkolonisation von
Sherman's Planet in Gang setzten.(siehe Karte Klingonisches Imperium) In der T'Khasi Allianz ging während dieser Zeit auch ein neuer Vordenker umher. Spock, Sohn einer Menschenfrau und eines T'Khasi(die genauen Umstände dieser Verbindung sind bis heute unbekannt), predigte eine neue, auf Logik und Emotionslosigkeit
basierende Denkweise. Von vielen Militärs und Politikern wurde er dafür ausgestoßen, sein eigener Vater, Prätor Sarek, betrieb Zeit seines Lebens Spocks Verfolgung. Der Tal Shiar verübte mehrere Anschläge auf ihn und seine Anhänger. Auf Grund des relativ großen Anklangs in der Bevölkerung und seiner Offenheit der Union gegenüber, machte man ihn schließlich zum Botschafter auf der Erde. Mitseinem Zutun wurden
sogar Handelsrouten zwischen der Erde, Andoria und T'Khasi eingerichtet. Sein Einfluss auf die T'Khasi Gesellschaft ist bis heute richtungsweisend, seine Ideen werden noch immer vom t'khasianischen Widerstand, den sogenannten Vulkaniern(nach der menschlichen Bezeichnung für T'Khasi) vertreten. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Union im 22. und 23. einen großen Aufstieg erhielt. Die Ziele, die man sich selbst gestell hatte, wurden erfüllt. Die meisten
Krankheiten wurden ausgerottet, durch das Verwerfen einer Geldwirtschaft beseitigte man Armut und Unterdrückung und trieb die Entwicklung in den Bereichen des Klimaschutzes und anderer enorm voran. Kolonien wurden gegründet, die Bevölkerung der Union stieg auf geschätzte 200 Milliarden. Außerdem gab es während dieser Zeit auch zunehmend immer weniger Kriege im Alpha-Quadranten. Im Beta-Quadranten starteten die Klingonen vereinzelte Scharmützel mit der Allianz, die diese mit Vergeltungsschlägen oder eigenen aggressiven Feldzügen beantwortete. Dies führte beispielsweise zum Angriff der Kolonie auf Khitomer und 2265 zur Vernichtung zahlreicher Außenposten an der Unionsgrenze.

3.2 Auflösung des Klingonischen Imperiums (2270- 2293)
Zum Ende 23. Jahrhunderts geriet die Union zum ersten Mal in ihrer Geschichte an den Rand eines Bürgerkriegs. Ausschlaggebend waren die Pläne der Union, das klingonische Imperium nun endgültig zu integrieren, um eine große Krise des Imperiums, ausgelöst durch die Raumsonde V'ger und Energieprobleme auf Praxis gemeinsam besser bewältigen zu können. Schließlich hätte ein Straucheln des Imperiums einen Angriffspunkt für die Allianz geben können. Einige Bürger der Union betrachteten die klingonische Mentalität und Lebensweise jedoch als unpassend für ihre Ideale. Der hohe Stellenwert von Tod,
Kampf und Ehre wurde als überholt empfunden. Wichtige Persönlichkeiten dieser Verschwörung waren beispielsweise
Admiral Cartwright und General Chang. Außerdem hatte auch die T'Khasi-Allianz erwiesenermaßen ihre Finger mit im Spiel. Mit terroristischen Anschlägen wollte man um jeden Preis den Mitgliedsschaftsvertrag verhindern. Ein von der Allianz gebauter Bird of Prey mit der Fähigkeit, getarnt feuern zu können wurde entsandt um Botschafter beider Seiten anzugreifen, wobei der Präsident der Union Leanis Troi getötet wurde.
Diese Aktionen konnten jedoch schon bald von Captain Hikaru Sulu aufgedeckt werden, sodass 2293 auf Khitomer der Beitrittsvertrag von Kanzler Gorkon und dem neuen Vorsitzenden des Unionsrates unterzeichnet werden. Die Beziehungen zwischen Union und Allianz sollten sich erneut erhärten, einen Angriff riskierte jedoch niemand. Heutzutage betrachtet man die Erfolgschancen der Verschwörer als sehr fragwürdig. Als Gründungsmitglied, prägendste Kultur in den Beschlüssen der Union und bei der Festsetzung der Verfassung waren die Klingonen immer bedeutend gewesen. Wer also einen zu großen Einfluß klingonischer Lebensweise befürchtete, kam fast 150 Jahre zu spät.

4. Aufbruch ins 24. Jahrhundert
Mit Eingliederung des klingonischen Imperiums reichte das Unionsterritorium nun auch tief in den Beta-Quadranten hinein. Die Möglichkeiten eines jeden Individuums, aber auch der Sternenflotte selbst schienen in diesen Tage endlos, oder lediglich von dem großen unbekannten Raum der T'Khasi-Allianz begrenzt, welche schon in den 50 er Jahren des 23. Jahrhunderts in eine weitreichende Isolationspolitik verfiel. Nachdem die Nausicaaner, Remaner, Ullianer und Yridianer erobert worden waren, begrenzte man die Expansion mit Hilfe von Schiffen auf ein Minimum, so dass fast hundert Jahre lang kein Allianzschiff gesichtet wurde. Im Alpha-Quadranten sollte sich jedoch ebenfalls eine neue Macht erheben. Nach dem Erstkontakt mit dem cardassianischen Volk waren Handelsrouten und sogar Bündnisverträge eingerichtet worden. Zu diesem Zeitpunkt besaßen die Cardassianer kaum einen größeren Einflussbereich als die benachbarte Tzenkethi-Koalition.

4.1 Das Cardassianische Sternenimperium- Neue Macht im Alpha-Quadranten(2310-2367)
Im Jahre 2310 sollte sich die politische Situation auf Cardassia aber in eine ganz andere Richtung wenden. Die Cardassianer waren seit jeher ein stolzes Volk, welches Familie ebenso wie die eigene Herkunft und Geschichte hoch schätzte.
Geführt wurde Cardassia bis dahin von einer zivilen Regierung, unter welcher es schwer gefallen war, den Warpantrieb zu entwickeln und zwei nahe liegende Sonnensysteme zu kolonialisieren. Die wenigen natürlichen Ressourcen Cardassia Primes stellten der Entwicklung ihrer Kultur jedoch kaum zu überwindende Grenzen auf. Noch im 24. Jahrhundert verpesteten rückständige Fabriken die Atmosphäre. Als die zivile Regierung schließlich immer weniger Rückhalt erhielt, übernahm in einem schnellen, geplanten Putsch mit Unterstützung eines Großteils der Bevölkerung im
Jahre 2310 das Militär die Führung mit dem Ziel, den Ruhm Cardassias zu mehren und das Cardassianische Volk in eine neue Ära zu führen. Sie sollten ihrer Aufgabe mehr als gerecht werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte vervielfachte das negegründete "Cardassianische Sternenimperium"(CSI) seinen Einflussbereich. Mit Hilfe vieler Terraformprojekte und großer Opfer unter der Bevölkerung beutete das Zentralkommando unter der Führung des machtvollen Geheimdienstes, dem Obsidianischen Orden, sämtliche umliegenden Planeten aus. Diese Expansionswelle kam erst an der Grenze der Union zum Erliegen, welche die Entwicklung der Cardassianer bereits argwöhnisch beobachtet hatte(siehe Karte Cardassianische
Expansion). Man nahm Kontakte zur Talarianischen Republik auf, welche bereits im Kriegszustand gegen die Streitkräfte des Sternenimperiums stand. Truppen und Schiffe wurden entsandt, zur Verteidigung Talars und anderer wehrloser Sonnensysteme. Schließlich erklärte das Zentralkommando als Antwort auf die Unterstützungen der Union der Planeten 2349 den Krieg. In Großteilen der Bevölkerung machte sich daraufhin Unmut breit, da dies der erste offene Konflikt seit Gründung der Union war. Die Klingonen betrachteten das Kriegshandwerk natürlich weiterhin als wichtigste Stütze der Union und hatten Entwicklungen in diesem Bereich stets tatkräftig unterstützt, sodass die
Sternenflotte der cardassianischen Armee sowohl qualitativ als auch quantitativ überlegen war, es fehlte jedoch an guter strategischer Führung. Mit diesem Wissen schickte das Zentralkommando innerhalb weniger Wochen mehr als 300 Schiffe mit Truppen beladen in den Unionsraum, viele anliegende Kolonien wurden besetzt, sogar auf Trillius Prime, Betazed und Mizar konnten Truppen abgesetzt werden, ehe die Sternenflotte antworten konnte. 2351 kapitulierte die Talarianische Republik, 2353 die Tzenkethi-Koalition. Lediglich die Breen-Konföderation leistete so starken Widerstand, dass das Sternenimperium sich von dort zurückzog. 2354 hatte sich die Sternenflotte endlich formiert, allerdings nach dem Verlust ihres Ansehens, dem Vertrauen der Bevölkerung, sowie 7 Planeten(siehe Karte Cardassianischer Krieg).
Nur 78 klingonische Schiffe waren vom Hohen Rat persönlich entsandt worden, sie vermochten immerhin ein weiteres Vordringen des CSI zu verhindern. Heute vermutet man eine Unterwanderung innerhalb der Reihen der Sternenflottenführung durch den obsidianischen Orden, sonst wäre der schnelle Vorstoß der Cardassianer wohl unmöglich gewesen, oder zumindest schnell ins stocken geraten. Schließlich spielte die Sternenflotte ihre Vorteile aus, befreite sämtliche Kolonien innerhalb des Unionsraumes, vernichtete die cardassianische Flotte und trieb die verbliebenen Streitkräfte bis nach Cardassia Prime zurück, im Bajoranischen,
Dorvan und Almatha Sektor zogen Unionstruppen ein. 2356 kapitulierte die Militärregierung schließlich, unter der Bedingung der Wiederherstellung der Grenzen, die vor dem Krieg bestanden hatten. Die Union gestand ihnen jedoch lediglich die Ausbreitung von 2327 zu, wobei einige Hardliner besonders unter den Klingonen die völlige Eroberung des Sternenimperiums forderten. Anderen Systemen wurde die Wahl zwischen Protektorat oder Einbindung in die Union
gewährt. Die meisten Kolonien bestanden auf ihrer Unabhängigkeit und traten friedlich in den folgenden Jahren entweder Union oder Sternenimperium bei. Auf Grund der Kontakte zur Unionsmentalität und -regierungsform und der erhaltenen Niederlage kam es 2362 schließlich zur Revolution, bei der die alten Militärführer exekutiert und durch den neuen Detapa-Rat ersetzt wurden, welcher viele der Unionsideale übernehmen wollte und auch einen klaren unionsfreundlichen Kurs einschlug, ohne
jedoch althergebrachte Lebensweisen zu vernachlässigen. So bestand man auf der cardassianischen Unfehlbarkeit der Justiz und einen militärischen Legaten als Oberhaupt. Diese Regierung erreichte 2367 einen Bündnisvertrag mit der Regierung von Bajor, die neue "Cardassianisch Bajoranische Volksunion" strebte in den folgenden Jahren dann auch den Beitritt zur Union der Planeten an. Auf Grund der noch tiefsitzenden Wunden durch den Krieg ignorierte die Union diese Wünsche zunächst.

4.2 Klingonischer Bürgerkrieg(2359-2365)
Nicht nur im Cardassianischen Sternenimperium sollte es auf Grund der erhaltenen Schmach entgegengesetzte Strömungen geben. Die Duras Familie, seit Anbeginn des Imperiums eines der führenden klingonischen Häuser, wollte das Straucheln der Sternenflotte ausnutzen um ihre eigene Macht zu vergrößern. Mit dem Beitrittsvertrag von 2293 war auch beschlossen worden, trotz der Größe des Imperiums, im Unionsrat zugunsten der Gleichheit den Klingonen keine Vormachtstellung einzuräumen. Auch im Hohen Rat sah man alle Häuser als gleichwertig an, lediglich der Kanzler nahm symbolisch eine
erhöhte Stellung ein. Die Duras Schwestern Lursa und B'Etor trachteten jedoch nach dem Kanzlerthron und der Widerherstellung klingonischer Stärke, die sie wegen der Niederlagen im cardassianischen Krieg als zerstört ansahen. Bewaffnet zogen sie mit mehreren Geschwadern gegen ihre eigenen Brüder. Wie bereits 60 Jahre zuvor ist auch hier erneut eine Unterstützung der T'Khasi nachzuweisen, welche mit Waffenlieferungen die Duras Familie unterstützten. Der Zeitpunkt war jedoch denkbar ungünstig gewählt. Auch wenn die Duras Familie sogar Zuspruch von anderen
Häusern erhielt, hatten sie dennoch dadurch Nachteile, dass die Sternenflotte durch den Konflikt mit den Cardassianern gerade mobilisiert und bereit war. Stück für Stück bekämpfte sie die Aufständischen, wobei viele Gegner glücklicherweise auch mit Worten überzeugt werden konnten. Außerdem fing man mehrere T'Khasi Flotten ab und warnte sie vor dem Betreten des Unionsraumes. Ohne Unterstützung waren die Duras nach kurzer Zeit befriedet, erhielten aber als Akt der Gnade trotz Entehrung ihren alten Platz im Hohen Rat. Ein paar Jahre später sollten Lursa und B'Tor bei der Arbeit mit dem Kriminellen Tolian Soran umkommen.

4.3 Die Borg- Unbekannt, Unerbittlich, Unbesiegbar(2370-2372)
Auf ihren Erkundungsreisen durch den Weltraum treffen Unionsschiffe immer wieder auf seltsame, unbekannte Wesen, von denen viele den Völkern der Union freundlich gesinnt sind. Allerdings ereignen sich auch Erstkontakte, die sich später als fatal herausstellen können. 2364 schickte ein übernatürliches Wesen namens Q die USS Enterprise D in den ca. 60000 Lichtjahre entfernten Delta-Quadranten und damit in den Raum der Borg, einer mächtigen Spezies von kybernetisch verbesserten Humanoiden, die auf dem Weg zur Erfüllung ihres selbst gestellten Ziels der Perfektion alle
Kulturen in ihrem Einflussbereich "assimilieren".Schon zu diesem Zeitpunkt erkannte die Sternenflotte das Gefahrenpotential dieser Spezies und gründete sofort wissenschaftliche Einrichtungen, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung der Borg beschäftigen sollten, da man auf Grund ihres Transwarpantriebs eine
Bedrohung der Union nicht ausschließen konnte. 2370 häuften sich schließlich die Berichte über zerstörte Kolonien innerhalb der T'Khasi-Allianz, an der Unionsgrenze brach der Kontakt zu mehreren Außenposten ab. Erneut war es die Enterprise D, welche die Meldungen von zwei Borg-Würfeln bestätigen konnte. Umgehend mobilisierte die Sternenflotte eine Flotte und formierte sie in Sektor 001. Ein Zweckbündnis mit der Allianz wurde geschlossen, um dem Feind geschlossen
entgegenzutreten. Die Borg hatten zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits Captain Picard und Prätor Tomalak assimiliert und wussten somit über die Technik ihrer Gegner bescheid. Mit schweren Verlusten(200 Schiffe) konnte bei Wolf 359 dennoch einer der Würfel zerstört werden. Der zweite unternahm zunächst einen Feldzug nach Qo'nos und Cardassia( siehe Karte Union der Planeten). Mit einem Trick der Enterprise und einer Flotte von talarianischen, cardassianischen und Breen-Schiffen wurde auch der zweite Kubus vernichtet.

4.4 Auferstanden aus Ruinen- Nachkriegszeit(2372-2384)
Der Borg-Krieg forderte Millionen Leben im gesamten bekannten Raum, die Flotten der beiden Großmächte waren zerstört, vereinzelte assimilierte Borg-Kolonien versuchten sich zu etablieren und behaupteten sich noch einige Jahre, bevor sie schließlich endgültig ausgelöscht und neu besiedelt wurden. Lediglich zwei Parteien nutzten die Situation für ihre eigenen Zwecke aus. Die Breen-Konföderation verlangte unter Androhung eines weiteren Konflikts große Dankeszahlungen für die Unterstützung, die Ferengi-Handelsbehörde führte zahlreiche Plünderungen durch und verlangte hohe Zölle für nun beanspruchte Gebiete. Dennoch ist es quasi den Borg zuzuschreiben, dass es zum ersten Mal in der Geschichte des bekannten Raums eine nahezu totale Einheit gab. Die sogenannten Zweckbündnisse blieben oft noch Jahre bestehen, Völker halfen sich gegenseitig beim Wiederaufbau vernichteter Städte, Kolonien, Planeten. Dieser Zeitraum bereitete auch den Weg zur Aufnahme der Cardassianer und Bajoraner in die Union.

5. Aufbruch ins 25. Jahrhundert(2385-2404)
2385 trat die Cardassianisch Bajoranische Volksunion der Union der Planeten bei. Der obsidianische Orden übernahm stark entmachtet den Unionsgeheimdienst, das Unionsgesetz zog auf Cardassia ein, Alpha- und Beta-Quadrant waren nun fast vollständig unter der Flagge der Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Ehrenhaftigkeit vereint, 80%der Bewohner des bekannten Raums gehörten nun schließlich zur Union oder besaßen wenigstens ein Protektorat mit freien Handelsbeziehungen. Man hofft heute die Bürgerkriegszeiten des 23. und 24. Jh.

hinter sich lassen zu können, um gemeinsam die Galaxis zu erforschen und womöglich sogar einen dauerhaften Frieden mit der Allianz gründen zu können.Mit der Machtergreifung Shinzons 2390 kühlten die Beziehungen zur T'Khasi-Allianz jedoch wieder ab, es setzte sich im Senat erneut eine Isolationspolitik durch, die diplomatischen Kontakte brachen weitgehend ab. 2391 einigte man sich auf die Anerkennung der "Unabhängigen Völkergemeinschaft( UVG)", deren Mitglieder als neutrale Zone zwischen Union und Allianz stehen sollten und damit auch keiner der beiden Mächte

beitreten durften. Zu ihnen gehören die Sheliak Autonomie, die Acamarianischen Clans, die "Kinder von Tamar", die Ba'ku Solidarität und das Orion-Syndikat (siehe Karten Klingonisches Imperium, Union der Planeten). Man wählte diese Kulturen aus, da sie entweder stets unkooperativ zu jeder der Großmächte standen(Sheliak), oder sehr stark auf ihrer eigenen Autarkie beharrten(Orioner, Ba'ku). Im Falle der Tamarianer und Acamarianer bestand das Problem, daß diese Spezies zu Union und Allianz freundliche Beziehungen pflegten. Man wollte keinen Konflikt riskieren, wie dies 150 Jahre zuvor bei Nausicaa und Yridia geschehen war, welche trotz Gegenwehr der Union schließlich unterworfen von den T'Khasi unterworfen wurden.
Neben diesen neutralen Kulturen befinden sich aber auch weitere andere Gruppierungen im Einflussbereich der Union. Beispielsweise ist die Ferengi-Handelsbehörde zu nennen, eine Spezies von überzeugten Vertretern der Geldwirtschaft, welche niemals eine kriegerische Expansionspolitik betrieben, aber dennoch auf der Suche nach Latinum und anderen Kostbarkeiten fast überall anzutreffen sind und sich auf Grund ihrer endlosen Gier keiner großen Beliebtheit erfreuen.
Weitere neutrale Händler sind die Xepoliten, Lipsaner und andere Spezies, welche meist in freundlichen Beziehungen zur Union stehen oder sogar durch ein Protektorat beschützt werden. Einflussreicher sind da schon die oft an wichtigen Punkten der Geschichte auftauchenden Breen. Obwohl schon oft Kontakt mit ihnen aufgenommen wurde, bleiben sie ein rätselhaftes Volk am Rande des erforschten Raums, so dass niemand genau sagen kann, welche Macht die Konföderation besitzt und wie weit sich ihr Territorium wirklich erstreckt.

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