"Flottenkommando ruft USS Monitor!
Melden Sie sich!"
"Hier USS Monitor! Captain Walker! Guten Tag, Admiral!
"Ihnen auch, Captain! Haben Sie die K`Ehleyr schon gefunden?"
"Nein, Admiral. Keine Spur von diesem Schiff! Derzeit untersuchen wir
eine riesige Staubwolke aus Metallfragmenten."
"Ein Trümmerhaufen?"
"Nein, Sir! Trümmer würde ich es nicht nennen. Es sei denn,
Ceemex hat sein Schiff direkt in einen Shredder geflogen. Wir können
bisher nicht sagen, ob es Überreste der K`Ehleyr sind."
"Ich verstehe, Captain! Halten Sie mich auf dem Laufenden! Flottenkommando
Ende!"
Walker nahm wieder in seinem Sessel Platz. Nachdenklich strich er über
die vier Winkel an seinem Kragen. Er war erst vor einer Woche zum Captain
befördert worden. Seit drei Tagen hatte er das Kommando über die
Monitor, einem Schiff der neuen Dreadnought-Klasse.
Eigentlich sollte Ceemex auf diesem Stuhl sitzen, dachte Walker, das Kommando
NX-82 war für dieses Schiff vorgesehen. Jetzt sitze ich hier und meine
Crew trägt die neuen Uniformen.
Das Flottenkommando wollte mit dem neuen Schiff auch gleich die neuen Rang-
und Flottenabzeichen an Ceemex übergeben. Viel hatte sich nicht verändert.
Statt der runden Rank-Pins trug man jetzt Winkel, mit der Spitze nach vorn.
Die Abteilung erkannte man jetzt am Farbcode auf dem Flottenabzeichen. Somit
trugen alle schwarze Uniformen mit gelben Streifen.
Und ich hatte mich so auf das Kommando-Rot gefreut, dachte Walker. Sicher
ebenso sehr wie Ceemex sich auf die Monitor gefreut hat. Was verdammt noch
mal war mit der K`Ehleyr passiert?
Ceemex las gelangweilt die täglichen Status berichte der einzelnen Stationen.
Blablabla, blablabla! Cemex warf das PADD auf den Tisch. Die K`Ehleyr war
auf Patrouille in der ehemaligen neutralen Zone. Eigentlich sollte ich mich
freuen, hier habe ich wenigstens mal meine Ruhe! Aber Ceemex wusste genau,
das er auf die Dauer einfach etwas Aufregung brauchte.
Das Flottenkommando hatte es sich zur Aufgabe gemacht, aufkommendes Piratentum
entlang der alten Zone zu bekämpfen. Allerdings waren die Piraten klug
genug, einem Schiff der Defiant-Klasse aus dem Weg zu gehen. Ceemex wusste
genau, das er hier nichts unterband, sondern nur einen Verdrängungseffekt
produzierte.
Das Kommando weiß, dass hier was passieren wird. Deshalb ist NX-82 hierher
beordert worden. Können diese großen Denker in der Admiralität
denn nicht einmal einen klaren Befehl formulieren? Diese Geheimnistuerei geht
mir...
"Brücke an Captain!" Das Interkom riss ihn aus seinen Gedanken.
"Ich höre!"
" Wir treffen uns in 10 Minuten mit der IKS Krass ".
Ach ja, der klingonische Verbindungsoffizier! Ceemex hatte fast vergessen,
das er für diese Mission einen Beobachter der klingonischen Heimatverteidigung
zugewiesen bekam. Angeblich sollte Colonnel Morlok über diverse Erfahrungen
in der Piratentaktik haben.
Dann fehlt ja bloß noch unsere romulanische Frohnatur und wir sind komplett!
In etwa 2 Stunden würden sie noch einen Offizier der T´Khasi-Allianz
aufnehmen, ebenfalls als Beobachter.
"Verstanden! Ich bin gleich auf der Brücke!"
Ceemex stand auf und machte sich auf den Weg.
"Aye, Sir!"
Kassandra Buttermaker unterbrach die Interkom-Verbindung zu Ceemex. Sie sah
zu Kel rüber und schüttelte den Kopf:" Genau das braucht dieses
Schiff: Noch einen Klingonen!"
Kel grinste:" Ach kommen Sie, gönnen Sie Gowr einen neuen Punching-Ball.
Es geht doch sonst keiner mehr mit ihm aufs Holodeck!"
"Weil Gowr nicht verlieren kann! Ständig erfindet er neue Regeln
für den Kampf. Ich musste Sheelah versprechen, ihn wenigstens jedes dritte
Mal gewinnen zu lassen!"
"Was?" Kel machte einen erstaunten Gesichtsausdruck. "Sie besiegen
Gowr im Kampftraining?"
"Kampftraining? Nein, im Squash!"
Kel versuchte erst gar nicht, seinen Mund zu zukriegen:" Verstehe, Squash!
Was sonst...!"
In diesem Moment betrat Ceemex die Brücke.
"Captain auf der Brücke!"
"Danke Lieutenant! Und, wo ist die Krass ?"
"Enttarnt sich achtern, Sir!"
"Öffnen Sie einen Kanal, Kel!"
"Ist offen!"
"Hier spricht Captain Ceemex von der USS K`Ehleyr ! Mit wem habe ich
die Ehre?"
"Ich bin Colonnel Morlok von der klingonischen Heimatverteidigung. Sind
Sie bereit, mich an Bord zu beamen?"
"Aber sicher doch! Ich erwarte Sie in unserem Transporterraum!"
Morlok nickte kurz und beendete die Verbindung.
"Kass, lassen Sie Gowr in den Transporterraum kommen, ich erwarte ihn
dort."
"Aye, Sir!"
Nachdem Morlok materialisiert war, lief
es Gowr eiskalt über den Rücken. Ceemex bemerkte sofort, das mit
Gowr etwas nicht stimmte. "Alles in Ordnung Gowr?" Gowr brummte
nur kurz. Ceemex wandte sich Morlok zu: "Herzlich willkommen an Bord,
Colonnel!" "Danke Captain! Ist das Ihr erster Offizier?"
"Genau, darf ich vorstellen: Commander Gowr!"
"Commander Gowr, welch eine Ehre!"
"Colonnel!" Gowr war unerwartet Wortkarg. Ceemex nahm sich vor,
ihn sich etwas später mal zur Brust zur nehmen.
Ceemex drehte sich zu Hope um, der den Transporter bedient hatte: " Geleiten
Sie den Colonnel zu seinem Quartier!"
"Aye, Sir!"
Nachdem Hope und Morlok verschwunden waren, sah Ceemex seitwärts zu Gowr:"
Und?"
Gowr starrte noch immer auf die Transporterplattform.
"Ceemex an Gowr: Es kommt keiner mehr! Wir erwarten nur einen Gast"
Gowr riss sich aus seiner Lethargie: "Sir, ich bitte um Urlaub!"
"Abgelehnt!"
"Verstanden, Sir!"
"Sollte ich vielleicht irgend etwas wissen?"
"Nein, Sir! Alles in Ordnung!"
"Schön! Dann begeben Sie sich auf die Brücke und lassen Sie
Kurs auf den Treffpunkt mit dem Warbird Pretor !"
"Aye, Sir!"
Ceemex sah seinem ersten Offizier nachdenklich hinterher. "Es geht doch
nichts über eine posttraumatische Verhaltensstörung am Ende eines
langen Tages!" murmelte er und verließ den Transporterraum.
Kel steckte bis zum Gürtel in einer
Wartungsluke. Hin und wieder hörte man ihn laut fluchen. Sheelah nahm
die derben Ausdrücke mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis.
"Lieutenant Kel! Sie sollen das defekte Teil ausbauen und nicht durch
fluchen vertreiben!"
Kel schob sich langsam aus der Luke:" Chief, ich habe das verdammte Teil
bereits zum dritten Mal gewechselt! Wo wurden diese Teile gebaut?"
"Auf Quonos!"
"Das passt!"
"Lieutenant...!"
Bevor sie Kel zurechtweisen konnte, kam Gowr in den Maschinenraum.
"Zum Teufel, Gowr, wie siehst Du denn aus?" Sheelah wirkte sehr
besorgt.
Gowr wirkte zerknirscht:" Meine ganz persönliche Nemesis ist gerade
an Bord gebeamt worden!"
"Deine Mutter?"
"Nein, nicht meine Mutter."
Sheelah ließ hörbar Luft entweichen und entspannte sich wieder.
Dann kann es ja nicht so schlimm sein...
Gowr hatte es nicht bemerkt. Er wirkte irgendwie abwesend.
Sheelah musste ihn erst mal ins Quartier bringen:" Kel, machen Sie vorerst
allein weiter! Ich schicke Ihnen Logan zur Unterstützung!"
"Aye, Sir!"
Sheelah drehte sich noch einmal um:" Und Kel: Wir sind noch nicht miteinander
fertig!"
Kel verschwand wortlos in der Wartungsluke.
Sheelah und Gowr hatten den Maschinenraum verlassen.
"Nemesis, ja?" Sheelah wollte jetzt endlich wissen was los ist.
"Ja, genau! Ich dachte, ich würde Morlok nie wieder sehen."
"Du kennst Morlok? Woher?"
"Morlok und ich haben dieselbe Schule besucht. Zuvor haben wir einen
Großteil unserer Kindheit mehr oder weniger zusammen Verbracht. Und
auf der Militärakademie auf Quonos waren wir im gleichen Studiengang."
"Wie schön, Gowr! Endlich lerne ich mal alte Freunde von Dir kennen!"
Gowr spannte die Muskeln und schüttelte Sheelah von sich ab:"ER
IST NICHT MEIN FREUND!"
Dann entspannte er sich wieder:" Sheelah, dieser Morlok hat mir das Leben
jahrelang zur Hölle gemacht! Er hat mich immer wieder zum Gespött
der anderen Kadetten gemacht!"
"Also doch kein alter Freund!"
"Nein, kein Freund! Und jetzt ist er demselben Schiff wie ich..."
"Genau! Nämlich Deinem Schiff! Du hast ein Heimspiel mein Dicker!"
Sheelah grinste Gowr mitten ins Gesicht. Gowr atmete tief ein und grinste
ebenfalls breit.
"Ja! Mein Schiff! Und ich habe auch schon einen Plan!"
Sheelah sah mitleidesvoll zu Gowr: " Ja, Schatz, sicher! General Custer
hatte auch einen Plan...!"
Ceemex kam aus seinem Bereitschaftsraum.
Three hatte ihm soeben die Ankunft der Pretor gemeldet. Sie brachte den T´Khasi-Beobachter
.
"Three, ist Subcommander Kolvar bereit an Bord zu kommen?"
"Jawohl, Sir! Soll ich dem Transporterraum entsprechend anweisen?"
"Tun Sie das! Chenara, Sie holen Kolvar dort ab und bringen ihn in meinen
Bereitschaftsraum!"
"Aye Sir!"
"Und informieren Sie die Besatzung, dass ich absoluten Respekt vor unseren
Gästen erwarte! Sie genießen diplomatische Immunität! Das
ist ein Befehl!" Das war mein Befehlston! Niemand würde sich jetzt
trauen, mir zu widersprechen!
"Captain, was sollen wir tun, wenn die Herren Probleme machen?"
Niemand, außer einer... Ceemex dreht sich langsam zu Logan um: "Logan,
haben Sie nicht im Maschinenraum zu tun?"
"Aye Sir!"
Im Nerven hat dieser Androide den schwarzen Gürtel! dachte Ceemex, drehte
sich um und ging wieder in seinen Bereitschaftsraum. Zwei Beobachter an Bord!
Was hat sich das Flottenkommando wohl dabei gedacht? Ich hoffe nur, die beiden
vertragen sich...
Kel kam aus dem Wartungsschacht gekrochen.
Logan stand direkt vor ihm:" Lieutenant Kel! Sheelah bat mich, ihnen
zur Hand zu gehen!"
"Na dann stehen Sie da nicht rum! Ich verstehe überhaupt nicht,
warum wir uns überhaupt noch mit der Überholung abgeben! In drei
Wochen steigen wir um auf die neue Dreadnought-Klasse. Auf die USS Monitor
!" Kel hatte die Pläne genau studiert. Die Monitor war einfach perfekt!
"Commander Walker wird dieses Schiff übernehmen. Er und Ceemex sind
zusammen auf der Akademie gewesen. Ceemex will ihm die K´Ehleyr natürlich
in einem perfekten Zustand übergeben."
"Dann soll er doch selber hier rumschrauben, verdammt noch mal!"
Kel wirkte irgendwie verärgert.
Logan hatte sich inzwischen eine Werte an den Konsolen angesehen.
"Kel, so wie es aussieht, können wir das Problem von hier aus nicht
lösen. Ich gehe auf die Brücke und lasse einige Diagnoseprogramme
laufen. Geben Sie mir dann die Werte von hier aus durch!"
"Geht klar, Logan! Hauptsache wir sind fertig, wenn Sheelah wieder kommt!"
"Er ist Dein Bruder?" Sheelah
sah Gowr entgeistert an.
"Ja, mein großer Bruder!"
"Gowr, ich dachte, ich kenne Deine Familie!"
"Bis auf meinen Bruder. Wir standen uns eben nicht sehr nahe."
Sheelah verdrehte die Augen. Unser Logbuch müsste sich eigentlich lesen
wie das Drehbuch zum Denver-Clan!
"Gowr, Du solltest Ceemex informieren, bevor Du hier einen Kleinkrieg
gegen Deinen Bruder startest!"
"Sheelah! Wie kannst Du so etwas denken und gleichzeitig gegen die Schwerkraft
ankämpfen? Ich kann unmöglich Ceemex darüber in Kenntnis setzen!"
"Sicher wieder wegen Deiner Ehre, oder?"
"Genau! Außerdem hat Ceemex genug zu tun. Ich bin Offizier! Ich
kann meine Probleme alleine lösen!"
"Wie sternenflottig von Dir! Gowr, Du wirst es ihm sagen!"
Larsson justierte die wissenschaftliche Konsole der Brücke neu. Sie war
so vertieft, dass sie nicht bemerkte, wie Logan die Brücke betrat. Hope
sah von der Navigation auf und begrüßte ihn:" Hallo Logan!
Na, machen Sie Fortschritte in Sachen Humor?"
"Guten Tag, Lieutenant Hope! Danke der Nachfrage. Tatsächlich habe
ich meine Forschungen hinsichtlich des menschlichen Humors weiter voran getrieben.
Witze sind eine sehr tolle Sache. Ich habe da ein Holo-Programm entdeckt..."
Hope bereute seine Frage bereits. Logan würde jetzt unendlich weitererzählen,
wenn er ihn nicht ausbremste.
"Äh, ja Logan, sehr schön! Vielleicht können wir uns dass
Programm ja mal zusammen reinziehen."
"Oh, sehr gerne, Hope! Vielleicht kann ich ja schon mal ein paar Kostproben
geben und hier einen auf coolen Macker machen, ja?" Logan versuchte ein
breites grinsen und ging zur zentralen Brückenkonsole, um die Diagnoseprogramme
für Kel zu starten.
Hope zischte singend in Richtung Larsson: " Vorsicht! Spinner von rechts!"
"Sie wollen mir also erzählen, Sonak war nicht der, für den
er sich ausgab?"
Ceemex sah Kolvar etwas ungläubig an.
"Richtig, Captain! Ich schätze Männer mit einer schnellen Auffasungsgabe!"
"Kolvar, er hat den Friedensvertrag ausgehandelt!"
"Auch das ist richtig, Captain! Sie sind wirklich erstaunlich schnell!"
Ceemex verzog das Gesicht. Die arrogante Art des T´Khasi ging ihm auf
die Nerven. Er stand auf und wanderte in seinem Bereitschaftsraum auf und
ab.
In diesem Moment stürmte Gowr in den Bereitschaftsraum und ließ
sich in den Stuhl von Ceemex fallen: "Captain! Ich muss mit Ihnen reden!
Ich brauche jetzt einen Freund!"
Offensichtlich hatte Gowr den T´Khasi noch gar nicht bemerkt. Er starrte
Ceemex an, der ihn mit Blicken durchbohrte:" Was ist, Captain? Sagen
Sie doch was!"
"Runter von meinem Stuhl!"
Gowr bemerkte in diesem Moment Subcommander Kolvar und sprang sofort hoch:
"Oh! Entschuldigung, Captain! Ich wusste nicht, das Sie beschäftigt
sind! Ich komme später wieder!"
"Hierbleiben, Gowr!"
Gowr blieb verwirrt stehen: "Aye, Sir!"
"Gowr! Unser Gast hat mir sehr unangenehme Nachrichten überbracht.
Unser aller Freund Sonak hat doppeltes Spiel mit uns getrieben."
"Sonak? Aber..."
"So habe ich auch ausgesehen, Gowr. Machen Sie jetzt den Mund wieder
zu! Sie erinnern sich doch noch an Vokal, den verrückten Professor, oder?"
"Ja, natürlich! Aber ich verstehe immer noch nicht..."
"Dann hören Sie zu! Sonak und Vokal waren ein und dieselbe Person.
In gewisser Weise jedenfalls..."
Kolvar schaltete sich ein: " Die besten Wissenschaftler der T´Khasi
-Allianz haben den durch Vokal verursachten temporalen Zwischenfall genauestens
untersucht. Vokal hat mehrmals versucht, die Vergangenheit zu ändern.
Letztendlich fand er heraus, das nur eine Vereinigung der Technologien von
Union und Allianz zu dem gewünschten Erfolg führen würde, nämlich
Zeitreisen ganz bewusst zu steuern. Als Sonak hatte er alle Möglichkeiten
diese Vereinigung zu erreichen. Und zwar ganz legal."
Gowr wirkte skeptisch:" Aber er ist doch am Bendii-Syndrom gestorben!"
Kolvar lächelte Gowr mitleidend an:" Ein Klon!"
Gowr wollte es noch immer nicht glauben:" Aber er muss doch schon durch
die Zeit gereist sein! So hört es sich jedenfalls an."
"Da haben Sie recht, Commander! Aber Sonak konnte nie genau bestimmen,
wo er landen würde, verstehen Sie?"
Ceemex erinnerte sich plötzlich an Sonak´s Aufgaben an Bord der
K`Ehleyr. "Verdammt, Kolvar, haben Sie eine Ahnung, was Sonak alles auf
unserem Schiff zu tun hatte? Er war Computerspezialist! Und ich ahne schlimmes!"
Kolvar wirkte plötzlich sehr ernst:" Sie haben scheinbar ein echtes
Problem, Captain! Soweit wir wissen, hat Sonak jede Menge Sympathisanten in
der Zeit verstreut. Deshalb konnte ich Ihnen diese Botschaft nur persönlich
überbringen. Es ist uns gelungen, nach und nach alle bekannten Agenten
von Sonak unschädlich zu machen. Wir erfuhren, das er seine eigene Vision
von einem geeinten Universum hatte. Leider können wir nicht sagen, wann
er seinen Plan verwirklichen wird. Derzeit arbeiten wir an einer Möglichkeit,
ihm zu folgen. Bei diesen Forschungen stießen wir auf diverse Programme
in Schiffscomputern, zu denen Sonak Zugriff hatte. Diese Programme waren als
Diagnoseprogramme getarnt und hatten einzig und allein die Aufgabe, ein für
den Zeitsprung umgerüstetes Schiff durch die Zeit zu schicken."
Gowr wurde blass:" Bei Kahless! Logan lässt gerade ein Diagnoseprogramm
von Sonak laufen!"
"Ceemex an Logan! Stoppen Sie sofort alle Diagnoseprogramme!"
Logan antwortete prompt:" Das geht nicht, Sir! Der Computer nimmt meine
Befehle nicht an!"
Kolvar sah zu Ceemex: "Captain, ihr Schiff ist technisch nicht zufällig
für einen Zeitsprung ausgerüstet?"
"Nein, ist es nicht!" Ceemex wirkte ziemlich sauer.
" In diesem Fall haben wir zwei Möglichkeiten: Stoppen Sie das Programm
oder rüsten Sie ihr Schiff innerhalb von sechs Stunden um!"
"Ceemex an alle: Red Alert! Alle Führungsoffiziere auf die Brücke!"
Die Brückencrew wirkte ziemlich verwirrt.
Ceemex hatte ihnen gerade Kolvars Bericht wiedergegeben.
Kel sprach als erster:" Ich glaub mich knutscht ein Elch!"
"Ihr Liebesleben interessiert mich nicht, Lieutenant! Ich erwarte Vorschläge
zur Lösung des Problems!" Ceemex hatte das Gefühl, irgend etwas
zerschlagen zu müssen.
In diesem Moment betrat Morlok die Brücke: "Komme ich ungelegen?"
"Du, Gowr, vielleicht hat Dein Bruder ja eine Idee!" sagte Sheelah
hoffnungsvoll.
Ceemex riss die Augen auf: " Ihr Bruder?"
Sheelah verdrehte die Augen:" Du hast es ihm nicht gesagt, stimmts?"
"Nein, ich habe noch auf einen unpassenden Augenblick hier auf der Brücke
gewartet!" Gowr wirkte plötzlich irgendwie zerknirscht.
Morlok hatte einen Phaser auf Korval gerichtet grinste über das ganze
Gesicht:" Larsson, würden sie mich mal bitte scannen?"
Sheelah sah mit einem Seitenblick, das Gowr seinen Brustkorb voll Luft pumpte
und langsam nach seinem Phaser tastete. Logan erfasste die Situation erwartungsgemäß
falsch:" Oh, Morlok, Sie haben aber einen Humor! Guter Joke! Scannen
wir uns doch alle mal gegenseitig! Kommen Sie, Sheelah, ich scanne Sie!"
Sheelah sah aus, als würde Sie Logan gleich demontieren.
Ceemex hatte das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden: Ich muss sofort
ins Bett, meine Narkosetropfen hören auf zu wirken...
Larsson ließ sich in ihrer burschikosen Art nichts anmerken und scannte
Morlok wunschgemäß.
"Captain! Dieser Mann ist ein T´Khasi!" erklärte sie
schließlich. Im nächsten Augenblick zielten mehrere Phaser auf
Morloks Kopf.
"Irgendwie habe ich das Gefühl, das ich diese Situation nicht so
richtig unter Kontrolle habe..." Ceemex verdrehte die Augen.
"Vielleicht kann ich etwas zur Aufklärung beitragen!" bot Morlok
an.
"Oh ja, bitte, wenn Sie wohl so freundlich wären..." Ceemex
war sich sicher, ab jetzt alles ertragen zu können.
Morlok lächelte die Umstehenden an: " Ich bin Sonak!"
Korval ging sofort auf ihn los:" Sie sind tot! Tot! Ich habe Sie töten
lassen!"
Morlok/Sonak versuchte, Korval abzuwehren: " Hören Sie auf Vokal!
Es ist vorbei!"
In diesem Moment platze Gowr: " SOFORT AUFHÖREN! SOFORT!"
Ceemex hatte auch genug: " Larsson! Morphium für alle! Wir sollten
die Sache ruhiger angehen!" Er zog seinen Phaser, zielte auf Korval und
betäubte ihn.
"Danke, Captain, aber unser Problem haben wir damit nicht gelöst!"
erklärte Sonak.
"Richtig! Trotzdem fühle ich mich gleich viel besser!" erwiderte
Ceemex und schoss auch auf Sonak.
"Gowr, bringen Sie die beiden in getrennte Arrestzellen!"
"Aye, Sir!"
Ceemex hatte wieder alles im Griff:" Larsson, untersuchen Sie die beiden
und vergleichen Sie die Ergebnisse mit unseren Aufzeichnungen!"
"Aye, Sir!"
"Sheelah! Sie und Kel versuchen das Programm zu stoppen!"
"Aye, Sir!"
"Aye, Sir!"
"Logan!"
"Sir?"
"Sie fliegen weiter und halten die Klappe! Ich bin in meinem Raum!"
Computerlogbuch der USS K´Ehleyr,
Captain Ceemex. Larsson bestätigte die Angaben von Morlok. Er ist tatsächlich
Sonak. Und Korval ist Vokal. Seine letzte Zeitreise war fehlgeschlagen, er
landete wieder in unserer Zeitlinie. Der Trick mit der AQS hatte nicht funktioniert.
Korval hatte gemerkt, dass Sonak ihm auf die Schliche gekommen war. Sowohl
der Geheimdienst der Flotte als auch die Spitzel der Allianz waren schon seit
längerem auf Korval aufmerksam geworden. Sonak war zur Geheimhaltung
verpflichtet gewesen. Korval inszenierte einen Anschlag der Sepparatisten
und ließ Sonak am Bendii-Syndrom erkranken. Der Geheimdienst der Allianz
erfuhr davon und ersetzte Sonak durch einen Klon. Sonak tauchte unter und
ersetzte den im Kampf gefallenen Morlok. Da er die Familie des Klingonen kannte,
fiel es niemandem auf. Der klingonische Geheimdienst war einverstanden. Vokal
musste aber irgendwie erfahren haben, dass Sonak noch lebt. Da er seinen Plan
vom Zeitsprung wohl nie verwirklichen konnte, hatte sein krankes Hirn nur
noch Rache übrig. Sonak sollte endgültig sterben. Ebenso das Kommando
NX-82, welches ihm zu oft in die Quere kam.
Die Diagnoseprogramme stammen tatsächlich von Sonak, waren aber verändert
worden. Sonak ging Sheelah und Kel inzwischen zur Hand.
Ceemex und Gowr saßen in der Messe.
"Ziemlich verwirrend, diese Geschichte, oder"
Gowr wusste nicht recht, wie er auf Ceemex` Frage antworten sollte.
"Captain, wenn Zeitreisen wirklich ohne weiteres möglich wären,
dann sollten wir ganz an den Anfang unserer Missionen reisen. Und all das
hier verhindern!"
"Ganz meine Meinung, Gowr."
"Wie oft sind wir Vokal oder seinen Spionen wohl schon begegnet, ohne
es zu wissen?"
In diesem Moment betrat Sonak die Messe. Er sah noch immer aus wie Morlok.
"Viel zu oft, mein Freund!" Sonak ging zum Replikator und bestellte
eine Tasse Kaffee.
"Kommen Sie Sonak! Wir könnten ein wenig Aufklärung gebrauchen!"
Gowr bot Sonak einen Stuhl an.
"Oh, Gowr das hätten Ihre Eltern tun sollen! Ich habe ja da so Sachen
gehört..."
Ceemex war sofort hellhörig: " Erzählen Sie!"
Gowr fluchte etwas unverständliches auf klingonisch. "Ich warne
Sie Sonak! Übertreiben Sie es nicht!"
"Keine Angst Gowr! Ich schweige! Captain, ich werde Ihnen die Kurzversion
zum Besten geben:
Vor etwa 100 Jahren wurde der romulanische
Geheimdienst auf Professor Vokal aufmerksam, der an einer Möglichkeit
zu Zeitreisen arbeitete. Man beschloss, ihn zu unterstützen und die Zeitreisen
zu geheimdienstlichen und militärischen Zwecken zu nutzen. Viel zu spät
bemerkte man, dass Vokal seine eigenen Ziele verfolgte.
Die Geheimdienste von Union und Allianz waren zu dieser Zeit schon auf dem
Weg der Annäherung und man beschloss, Vokal gemeinsam zu jagen. Die Sache
sollte geheim bleiben, um eine Massenhysterie zu vermeiden. Das war vor etwa
80 Jahren. Ich war einer der ersten Agenten, die Vokal gejagt haben.
Als Vokal versuchte, an Unionstechnik zu gelangen, suchte man eine Möglichkeit,
Agenten der Allianz irgendwie in der Unionsflotte unterzubringen. Der Dissident
Sonak wurde erfunden.
Wir wussten, dass Vokal die Pläne der ersten Defiant-Klasse gestohlen
hatte und erstmals einen Zeitsprung zumindest in der Durchführung erfolgreich
hinter sich brachte. Jedoch konnte er die Zielzeit nicht genau festlegen.
Damals hatte er einen Unsicherheitsfaktor von plusminus 35 Jahren.
Dann wurde die neue Defiant-Klasse geschaffen. Die K´Ehleyr war das
erste Schiff dieser Klasse. Für Vokal schien sie perfekt, es fehlte nur
eine AQS. Das war das geringste der Probleme.
Von nun an war es Vokals Ziel, sich irgendwie dieses Schiff zu eigen zu machen.
Immer wieder konnte dies durch die vereinigten Geheimdienste verhindert werden.
Sicher, unbewusst haben Sie Ihren Teil dazu beigetragen, Captain.
Angenehmer Nebeneffekt der Jagd auf Vokal, der inzwischen Agenten in verschiedenen
Zeitlinien hatte, war die weitere Annäherung von Union und Allianz, womit
sich auch meine fiktive Aufgabe erfüllte. Nur zusammen konnten wir der
Bedrohung durch Vokal entgegenstehen.
Vokal aber war wieder schneller. Er enttarnte mich. N´Tsha war Angehörige
des Klingonischen Geheimdienstes, sie erfuhr von meiner Enttarnung und wurde
Opfer von Vokals Agenten. Sicher Captain, in den Logbücher steht etwas
anderes. Vertrauen Sie mir!
Unser Geheimdienst zog es vor, mich auf Romulus in Sicherheit zu bringen.
Deshalb wurde ich zurückbeordert. Aber Vokal fand mich. Rechtzeitig wurde
ich durch einen Klon ausgetauscht. Aber wieder fanden mich Vokals Agenten.
Immerhin war ich einer der letzten lebenden Spione der ersten Stunde. Nahezu
alle anderen hat Vokal töten lassen, teilweise durch Agenten in anderen
Zeitlinien.
Wieder tötet Vokal einen Klon. Allerdings den letzten. Der klingonische
Geheimdienst machte mich zu Morlok, der im Kampf gegen Vokal gefallen war.
Während des letzten Versuches, die K´Ehleyr zu kapern, wurden meine
Diagnoseprogramme verändert. Leider wurde dies nicht bemerkt, denn Vokal
hatte Spitzenkräfte angeheuert.
Sie erinnern sich an den Gunny? Ebenfalls einer der ersten Agenten. Er ist
mehreren Anschlägen entkommen. Auch damals konnte man Ihnen leider keinen
reinen Wein einschenken, Captain. Es waren noch immer nicht alle Agenten enttarnt.
Das Risiko war einfach zu groß, Vokal in die Hände zu spielen.
Soweit die Kurzfassung, Sir!"
Ceemex sah lange auf den Tisch. Gowr ließ hörbar Luft entweichen.
Ceemex trank einen Schluck Kaffee. Dann sah er Sonak an.
"Was ist mit Nilani?"
Sonak zog eine Augenbraue hoch.
"Nilani war der nicht einkalkulierte Überraschungseffekt. Auch die
Übertragung meines Katra durch den Klon auf Nilani war nicht vorgesehen."
"Sonak, Sie haben meine Frage nicht beantwortet!"
Sonak war kurz davor, seine Fassung zu verlieren.
"Nilani musste in den Schutz der Allianz. Sie war in das Visir von Vokal
geraten. Sie weiß nicht, dass ich lebe und Sie mit einem Klon zusammen
war. Und es wäre schön, wenn das so bliebe!"
Jetzt meldete sich Gowr zu Wort: " Und Sie wollen dann wohl weiter als
mein Bruder rumlaufen, was? Oh Nein! Geben Sie doch einfach mal zu, dass Sie
in Nilani verliebt sind! Und das der Klon Ihnen gerade recht kam!"
Ceemex lehnte sich zurück. Jetzt wird es doch mal wieder interessant!
Sonak verzog keine Mine: " Sie wissen, dass das nicht wahr ist, Gowr!
Nilani liebte einen Klon, nicht mich!"
"Ich will nicht wissen, wen Nilani geliebt hat, sondern ob Sie Nilani
geliebt haben!"
"Ich kann Ihnen diese Frage nicht erschöpfend beantworten!"
Sonak blieb stur.
Gowr wusste nur zu gut, dass er in Sachen Gefühl aus Sonak kein Wort
herausbekommen würde. Er kannte Sonak aber lang genug, um an ganz subtilen
Zeichen den aktuellen Gemütszustand zu erkennen. Sonak lügt! Wer
weiß, wie lange er vor dem Klon mit Nilani ...
Ceemex kam wieder auf Ihre Situation zu sprechen: "Wie sieht´s
aus. Sonak? Kriegen Sie das Problem mit dem Computer in Griff?"
"Nicht so, wie Sie es gerne hätten, Captain."
"Könnten Sie sich etwas präziser ausdrücken?"
"Gern, Sir! Vokal´s Agenten haben da eine Programm eingespielt,
dass die K´Ehleyr eigentlich zu einer fliegenden Zeitmaschine machen
würde - wenn sie eine AQS an Bord hätte!"
Gowr sah zu Sonak und ließ keinen Zweifel darüber offen, dass er
nichts verstand.
Auch Ceemex blinzelte etwas verwirrt. Sonak trank aus seiner Tasse und sprach
dann weiter: "Im Augenblick rasen wir auf einen Gasstern zu. Im Prinzip
würden wir einen Zeitsprung machen. So aber werden wir zerstört."
Ceemex holte tief Luft: "Wieviel Zeit haben wir noch?"
"Etwa 4 Stunden."
Gowr schüttelte den Kopf: "Aber Vokal wird mit uns sterben!"
"So wie ich Vokal einschätze, hat er da etwas anderes im Sinn. Möglicherweise
hat er einen Plan. Sicher ist nur, dass er die NX-82 endlich los ist. Captain,
Sie und Ihre Crew sind ihm zu oft in die Quere gekommen."
"Tun Sie Ihr Bestes, Sonak!" seufzte Ceemex. Aber er wusste, dass
Sonak dies ohnehin machen würde. Sonak stand auf und verließ die
Messe wieder.
Ceemex sah Gowr an: " Ihre Meinung?"
Gowr sah kurz nach unten, bevor er antwortete: " Ich weiß nicht,
ob ich mich wohler gefühlt hätte, wenn wir das alles vorher gewusst
hätten. Manchmal ist vielleicht wirklich besser, nicht alles zu wissen."
"Ja, Gowr, vielleicht. All die Ereignisse der letzten Jahre waren der
Kampf gegen einen einzigen Mann, Vokal!"
"Richtig, Sir! Und scheinbar erleben wir jetzt das Finale."
Ceemex stand auf: "Kommen Sie Gowr, dieses Finale möchte ich gern
auf der Brücke erleben!"
"Captain, ich kann das Schiff noch
immer nicht steuern! Wir rasen weiter auf den Gasriesen zu, und zwar mit Maximum-Warp!"
Chenara sprach mit der üblichen klingonischen Arroganz.
Ceemex wusste genau, das alle auf das Äußerste angespannt waren,
aber ein Klingone würde das niemals zugeben.
"Danke, Chenara! Irgendwelche Vorschläge?"
In diesem Augenblick betrat Sonak die Brücke: "Sie sollten sich
mit Vorschlägen beeilen, denn viel Zeit bleibt nicht mehr."
"Ah, Sonak! Ich habe die Crew über alles informiert. Haben Sie irgendwelche
Fortschritte gemacht?"
"Nein, Captain! Vokal hat erstklassige Arbeit geleistet. Allerdings kann
ich mir nicht vorstellen, das er sich einfach so mit uns zusammen pulverisieren
lässt. Denn genau wird passieren, wenn wir in den Gasriesen jagen."
Gowr blinzelte kurz: "Sie meinen, er hat irgendwie einen Fluchtweg für
sich offengelassen?"
Sonak nickte: "Ja, Commander, das habe ich sagen wollen."
Chenara reagierte sofort: "Ich scanne die Umgebung! Keine Schiffe in
Reichweite, Sir!"
"Weiterscannen! Wir müssen es ja nicht unbedingt sehen! Jedenfalls
nicht sofort!" Ceemex war sich sicher, das Sonak recht behalten sollte.
"Aye, Sir!"
Sonak wirkte zwar gelassen, aber Ceemex bemerkte an sehr subtilen Zeichen,
dass Sonak auf etwas wartete: "Sonak! Was ist noch?"
"Wenn sich jetzt plötzlich das Taxi von Vokal enttarnt, dann wird
es uns unter Beschuss nehmen, um unsere Schilde zu zerstören und Vokal
aufzunehmen. Wir jedoch haben keine Chance, uns zu verteidigen."
Chenara meldete sich: "T´Khasi - Scoutschiff enttarnt sich und
läd seine Waffen!"
"Das Taxi!" Nahezu die ganze Crew sprach zeitgleich diese Worte.
Und genauso schnell entluden sich auch die Phaser des Scoutschiffes auf die
K´Ehleyr.
"Schilde bei 80%! ... 70%! ...60%!" Chenara zählte nicht mehr
weiter. Es war unnötig.
"Schilde sind offline!"
Kell sah von seiner Konsole auf: "Vokal wird weggebeamt!"
"Klingonischer Bird-of-Prey enttarnt sich achtern!" Diesmal wirkte
sogar Chenara übberrascht.
"Auf den Schirm!"
"Aye, Sir!"
Ein Bird-of-Prey materialisierte direkt hinter der NX-82 und man sah das Leuchten,
als sich seine Waffen mit Energie versorgten.
"Wer ist das, verdammt?" Ceemex wirkte zerknirscht.
Sonak antwortete: "Gute Freunde! Endlich!"
"Captain, wir werden vom klingonischen Schiff Krull gerufen!"
"Auf den Schirm, Hope!"
Das Gesicht von Gunnery Seargent F.M.Jackett erschien auf dem Schirm: "Hallo
alle zusammen! Sieht ja nach einem netten Familientreffen aus!"
"Leben Sie lang und erfolgreich, Gunny!" Sonak hob die Hand und
spreizte die Finger zum Gruß.
"Hi, Soni, altes Spitzohr! Und schönen Gruß auch von Tche´k!
Das alte koberianische Schlangengesicht hat allerdings gerade im Maschinenraum
zu tun!"
"Schön das Sie kommen konnten, Gunny! Jetzt schließt sich
der Kreis! Bringen wir es zu Ende, Kameraden!"
"Langes Leben und Erfolg auch für Sie, altes Spitzohr!"
Der Schirm zeigte wieder den Bird-of-Prey. Jetzt spuckte die Torpedowerfer
den Tod aus.
"Captain, der Bird nimmt das Scoutschiff unter Beschuss!"
"Danke, Chenara! Tja, und was unser anderes kleines Problem betrifft...
Wir haben das passende Schiff, das passende Computerprogramm, nur eine AQS
fehlt uns!"
"Ich fürchte, die Replikatoren können uns keine herzaubern!"
,warf Logan ein.
Plötzlich sahen sich Sonak, Gowr, Ceemex und Sheelah an und riefen gleichzeitig:
"Das Holodeck!"
Logan blinzelte verwirrt: "Interessante Version!"
Ceemex sah zu Sonak: "Könnte das klappen?"
"Keine Ahnung, Sir. Aber es ist besser als abwarten!"
"Dann los! Sheelah hilft Ihnen!"
Sonak und Sheelah liefen los.
"Kel, Zeit bis zum Einschlag in den Gasriesen?"
"9 Minuten, 22 Sekunden. Sir!"
"Countdown auf das Holodeck legen! Alle Mann auf Manöverstation!
Decks sichern!"
"Aye, Sir!"
"Chenara, was machen die beiden anderen Schiffe?"
"Beide sind stark beschädigt und geraten in die Anziehungskraft
des Gasriesen. Sie kämpfen aber weiter!"
"Alles Gute, Gunny! Und alles Gute Tche´k!" sagte Ceemex mehr
zu sich selbst. Gowr hatte es gehört und knurrte zustimmend.
"Chenara! Verfolgen Sie den Kampf so lange wie möglich mit den Sensoren!
Kel, haben wir Zugriff auf die Transporter?"
"Aye, Sir! Positiv! Aber wir können niemanden von der Krull rüberbeamen,
solange die noch die Schilde oben haben!"
"Verstanden, Kel! Bleiben Sie dran!"
"Aye, Sir!"
Der Countdown war jetzt bei 3 Minuten.
"Ceemex an Sheelah! Wie weit sind Sie?"
"Sheelah hier. In diesem Augenblick aktiviert Sonak die holografische
AQS."
"Sonak, können wir damit durch einen Gasriesen fliegen und wo kommen
wir an?"
"Captain, das wo ist nicht so wichtig. Kopfzerbrechen bereitet mir das
wann! Vorausgesetzt, wir überleben den Flug!"
"Verstanden! Ceemex Ende!"
Also gut, Augen zu und durch! Ceemex holte noch einmal tief Luft.
"Kel, was ist mit der Krull?"
"Die Krull ist manövrierunfähig. Die Schilde sind zusammengebrochen,
die Lebenserhaltung hat versagt. Die Inteferenzen durch den Gasriesen sind
zu stark, ich kann niemanden mit dem Transporter erfassen, Sir!"
"Danke, Kel!"
Ceemex wusste, dass die Leute von der Krull nur ihre Pflicht getan haben.
Trotzdem, es waren immerhin Freunde.
"Hier spricht der Captain! An Alle! Wir treten gleich in den Gasriesen
ein. Entweder sehen wir uns auf der anderen Seite wieder oder wir treffen
Vokal in der Hölle! Alles Gute! Ceemex Ende!"
Die K´Ehleyr flog in den Gasriesen. Blendende Helligkeit explodierte
auf dem Hauptschirm.
"Flottenkommando an USS Monitor!"
"USS Monitor! Captain Walker hier!"
"Captain! Haben Sie etwas herausgefunden?
"Aye, Admiral! Wir haben die energetischen Signaturen der Fragmente untersucht.
Die Ergebnisse lassen nur einen logischen Schluss zu: Es sind zwei Raumschiffe
mitten rein in den Gasriesen geflogen. Das wir hier gefunden haben ist nur
das, von die Corona von ihnen übrig gelassen hat."
"War eine der Signaturen von uns?"
"Nein, Admiral! Die beiden Signaturen stammen von den T´Khasi und
den Klingonen. Keine Unionssignaturen."
"Verstanden, Captain! Für Ihr Logbuch: Die K´Ehleyr gilt ab
sofort als verschollen! Alle anderen Fakten bleiben Verschluss-Sache! Alle
Untersuchungsergebnisse gehen an den Geheimdienst! Ist das klar?"
"Jawohl, Admiral!"
"Sehr schön! Flottenkommando Ende!"